Risolier 7. November 2013 von

Start me up!

Jung, dynamisch und erfolgreich – so werden Deutschlands Jungunternehmer gerne gesehen und gefeiert. Gründungsberater, Business Angels und Investoren schwirren auf Gründungsmessen, Entrepreneurship-Preisverleihungen und Crowd-Funding-Plattformen herum, um die besten High-Potentials zu identifizieren. Eine ganze Industrie zielt auf die willigen Visionäre ab, die voller Elan und aus innerer Überzeugung ihr Arbeitsleben der Realisierung der eigenen Geschäftsidee gewidmet haben.

Happy Birthday!!

Wie viel Geld bei der Jagd nach dem deutschen Zuckerberg verbrannt wird und wie viele Institutionen sehr gut und fett von der subventionierten Gründungsindustrie leben, ohne jemals etwas gegründet zu haben oder auch nur im Ansatz den Gründungsprozess zu verstehen, würde wohl den Rahmen dieses Blog-Eintrages sprengen. Definitiv wäre es jedoch kein Luxus, das Förderwesen und die Struktur der Entrepreneur-Industrie zu überdenken – und zwar im Sinne der Gründer/innen, der privaten Investoren und der deutsche Steuerzahler.
Doch was haben diese Gedanken in einem kleinen Reis-Blog verloren? Die Antwort liefert meine stets hilfsbereite und loyale Hausbank, die mit allen Mitteln die Gründung der Firma Lotao unterstützt hat. Eine kleine Glückwunschkarte flatterte da ins Haus – Lotao wurde im Oktober drei Jahre alt, hätte damit, so die Bank, die kritische Schwelle überschritten und sei nun kein „Jungunternehmen“ mehr. Still und leise hat Lotao also Geburtstag gefeiert, und kaum jemand hat es bemerkt – außer der Bank, die uns nun offiziell für mündig erklärt und dies als Zeichen des Erfolges wertet.
Auf die beliebte Frage „Wie geht es Dir denn beruflich“, kann ich nun daher mit stolzgeschwellter Brust auf den Ritterschlag der Bank verweisen – neben Gründungs-Preisen, steigenden Umsatzzahlen und positiven Presse-Artikeln ein weiteres Indiz, wie erfolgreich Lotao läuft.  Ist das nicht wunderbar? Doch in all dem stillen Trubel beginnen meine Gedanken zu kreisen, und ich überlege, welche Überraschungen das Geschäftsleben noch bereit halten könnte. Demnächst, an diesem Punkt, werde ich mich ausgiebiger damit auseinander setzen….

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