Rezepte 26. Februar 2014 von

Fried Rice á la Jean George

Samstag Abend. Ich bin zu Gast bei Aly Cha, Autorin und Künstlerin mit japanisch-koreanischen Wurzeln. Aly lebt zwischen Zürich, New York und Berlin, und neben dem Schreiben ist das Kochen ihre große Leidenschaft. Heute möchte Aly mir eine besondere Freude machen, und bereitet eines ihrer Lieblingsrezepte zu:  Fried Rice á la Jean George

Mein erster Blick auf die Zutatenliste stimmt mich skeptisch: Knoblauch, Lauch, Reis, Eier? Klingt nicht gerade anspruchsvoll, wenn man bedenkt, dass das Jean Georges in New York zu den besten französischen Restaurants der USA zählt.

Die Zutaten für 4 Personen im Detail

Zubereitung

Schon bei der Zubereitung merke ich allerdings, dass das Gericht für einige Überraschung sorgen könnte. Denn das Geheimnis dieser schlichten Spezialität liegt in der Kombination aller Zutaten, in der Präzision und in der Geduld…

Die erste Aufgabe mutet noch einfach an: Der Reis wird nach Kochanleitung, mit etwas Salz, gekocht und dann zum Nachdämpfen zur Seite gestellt.

Was nun folgt, ist das große Schälen und Schnippeln.

Knoblauch und Ingwer schneidet Aly in sehr kleine Würfel. Die Lauchstangen werden – laut Rezept – längsseitig geviertelt und in dünne, kleine Stücke geschnitten.

Aly schummelt hier ein bisschen, in dem sie den Lauch einfach in einem Häcksler zerkleinert. Für Knoblauch & Ingwer ist dieses technische Hilfsmittel allerdings ein „No-Go“, denn die Würfelchen sollten möglichst gleichmäßig aussehen.

In einer großen Pfanne wird nun Kokosnussöl („Virgin Coconut Oil“ – WICHTIG!) erhitzt und die Mischung aus Knoblauch und Ingwer knusprig gebraten. Die gebräunten Würfel aus der Pfanne heben und auf Küchenpapier auflegen. Das restliche Öl in der Pfanne hat einen wunderbaren Duft nach den beiden Gewürzen und eignet sich daher perfekt zum Abbraten der Lauchstücke: Lauch beifügen und so lange im Fett braten, bis die Stücke weich sind. Den Lauch anschließend mit dem Reis vermengen.

Das Kokosnuss-Öl verleiht dem Reis-Lauchgemisch eine würzige Note
Das Kokosnuss-Öl verleiht dem Reis-Lauchgemisch eine würzige Note

In der Pfanne die Spiegeleier knusprig braten. Reis auf den Tellern servieren, je ein Spiegelei auf die Reis-Lauch-Mischung platzieren und mit den knusprigen Ingwer-Knoblauch-Würfeln bestreuen.

Die Knoblauch-Ginger-Würfel schmecken wie feine, würzige Croutons
Die Knoblauch-Ginger-Würfel schmecken wie feine, würzige Croutons

Aly serviert den Fried Rice gemeinsam mit Soja Sauce, die man sich nach Belieben über den Reis träufeln kann. Ich probiere den ersten Bissen und bin völlig überrascht über diese gelungene Kombination. Mein Fazit zu diesem Gericht: Einmal mehr machen sich Offenheit und Neugierde in der Küche bezahlt – denn wer sich auf diese – oberflächlich betrachtet – einfach Speise einlässt, wird mit einem sehr überraschendem kulinarischen Erlebnis bedacht.

Eine überraschende, schlichte Kombination!
Eine überraschende, schlichte Kombination: Fried Rice Jean Georges !

PS: Wer gerne mehr über Aly lesen möchte, dem sei auch ihr neues Buch empfohlen – Schnee im April, erschienen im Piper Verlag!

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