Genuss nach ayurvedischer Tradition: Indische Barfis

Süße Speisen (Desserts) werden bei uns in der westlichen Küche klassischerweise zum Ende eines Essens gereicht. Reich an Zucker und Kalorien, werden sie in unserer Gesellschaft heutzutage von vielen als gesundheitsschädigende, dick machende Sünde empfunden. Im Folgenden möchte ich Ihnen deshalb die besondere Rolle der Süßspeise nach der ayurvedischen Ernährungslehre näherbringen, einer jahrtausendealten indischen Heilkunst. Zum Abschluss finden Sie zudem ein köstliches Rezept.

Süßspeisen im Ayurveda

Anders als in vielen anderen Ernährungslehren hat die süße Geschmacksrichtung im Ayurveda eine wesentliche Bedeutung. Glukose gilt als wichtiger Energieträger und Aufbaustoff für den Organismus. Trotzdem ist auch hier bekannt: Im Übermaß genossen sorgt Glukose für Kapha-Störungen*, verschleimt den Körper und fördert Krankheiten wie Diabetes.

Während bei uns auch warme Desserts nicht unbekannt sind, haben ayurvedische Süßspeisen grundsätzlich einen kalten, sehr süßen und schweren Charakter. Traditionell werden sie zum Anfang eines ayurvedischen Menüs gereicht, da zu diesem Zeitpunkt die Verdauungskraft (Agni) als am stärksten gilt. Eine süße Vorspeise soll zudem besänftigend auf das Gemüt wirken und die Verdauungskraft weiter anregen.

(*Das Kapha sitzt laut ayurvedischer Lehre im oberen Drittel des Magens und ist für Körperstruktur, Flüssigkeitshaushalt, Zusammenhalt und Stabilität der Körperstrukturen sowie für die Förderung der natürlichen Abwehrkräfte zuständig)

Barfi-Konfekt: Eine „göttliche“ Süßspeise

In Tempeln, wo die Gottheit Krishna verehrt wird, fehlt diese Köstlichkeit nur selten, aber auch sonst wird das leckere Konfekt in den verschiedensten Variationen gerne in Indien zubereitet. Mancherorts nennt sich die Nachspeise auch Radha-Krishna-Barfi: Radha ist der Name von Krishnas Geliebter, die in Verbindung mit ihm als höchste Göttin angesehen wird. Sie gilt als eine Verkörperung von Maha Lakshmi, der Göttin des Glücks und Wohlstands. Auch Maharishi sagte des Öfteren: „Krishna is sweet.“ Besonders zu Ehren von Shri Krishnas Geburtstag sowie zum Fest von Maha Lakshmi werden daher Süßigkeiten und Konfekt nach der Puja gereicht. Barfis werden deshalb nicht, wie Schokolade, als eine Sünde verzehrt, sondern als Gabe: Bewusst und mit Achtsamkeit verneigen wir uns vor ihrem Geschmack.

Jaggery – Essenz ayurvedischer Desserts

Da der Jaggery, eine in Indien bewährte Rohrohrzuckerart, als ayurvedisches Traditionsprodukt gilt, ist es ganz natürlich, dass nahezu alle Süßspeisen durch ihn verfeinert werden. Mit dem Lotao Jaggery Kiss Rohrohrzucker können Sie die kulinarischen Köstlichkeiten der ayurvedischen Ernährungslehre nun selbst kennen lernen: Probieren Sie unser Barfi-Rezept Zuhause aus. Viel Spaß beim Genießen!

Rezept

Zutaten:

200 g frische Kokosraspeln
1 Tasse Lotao Jaggery Kiss Rohrohrzucker
1/4 TL Kardamom
1/2 Tasse Lotao Kokosöl
1/2 Tasse Nüsse (Mandeln, Walnüsse oder Pistazien)
3 1/2 Tassen zerkleinerte (!) Datteln oder Feigen
evtl. etwas Safran

Zubereitung:

1. Die Nüsse und Trockenfrüchte separat voneinander in einem Mixer mahlen (Mandeln vorher schälen).

2. Kokosöl, Kokosraspeln, Jaggeryzucker und Kardamom bei kleiner Flamme erhitzen.

3. Nüsse hinzugeben und den Topf vom Herd nehmen.

4. Langsam die Trockenfrüchte hineingeben und umrühren, bis es eine recht feste, homogene Masse ergibt.

5. Nachdem die Mischung fest geworden ist, kann man sie in den Kühlschrank stellen. Am besten über Nacht stehen lassen.

6. Anschließend in Würfel schneiden und nach Belieben mit etwas Kakao verzieren.

Guten Appetit! :-)

Tipp: Herrlich in Barfis schmeckt auch Lotao Date Kiss Dattel-Kokosaufstrich. Probieren Sie es aus!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.