Alles Jackfruit oder was?

Für all jene, die gerne nach neuen kulinarischen Inspirationen Ausschau halten oder die neue Alternativen zu Fleisch suchen, ist die Jackfruit sicherlich die Neuentdeckung des Jahres. Die weltgrößte Baumfrucht ist in ihrer unreifen Form – was Textur und Konsistenz betrifft – von Rind-oder Hühnerfleisch kaum zu unterscheiden. Mariniert und frisch abgebraten oder gekocht, ist die Jackfruit einfach nur super lecker.

Am Markt wird die Jackfruit derzeit in zwei Formen angeboten – als Konservendose oder in konservierter Form im Beutel verpackt. Doch wie unterscheiden sich nun die Jackfruit aus der Konservendose und die Jackfruit aus dem Beutel?

Die Frage ist insofern von Interesse, als dass es einen klaren Trend zu „zero waste“ gibt: Ob im Supermarkt oder zu Hause: es wird immer größeren Wert darauf gelegt, den Verpackungsmüll zu veringern. Andererseits sind Verpackungen notwendig, um Lebensmittel von äußeren Einflüssen zu schützen und den Inhalt frisch zu halten. Aus diesem Grunde kann es durchaus von Interesse sein, sich den verschiedenen Jackfruit-Verpackungsformen zu widmen:

Vergleicht man die Jackfruit aus der Konservendose mit der Jackfruit aus dem Beutel, fällt auf, dass die beiden Verpackungsformen beim Thema Ressourcenschonung durchaus vergleichbar sind: Der OPP Beutel als auch die Konservendose verbrauchen ähnlich viel Energie und Ressoucen bei der Produktion, aber auch beim Recycling.

Klarer Vorteil: Transport und Logistik

Für die Verpackung im Beutel spricht unter anderem das geringere Gesamtgewicht im Vergleich zur schwereren Weißbleichdose. Zusätzlich zum Gewicht des Metalls wird Dosengemüse in Lake oder Wasser eingelegt – wodurch sich das Gesamtgewicht des Produktes nochmals steigert.

Durch das geringere Gewicht des einzelnen Jackfruit-Beutels ist der Transport der Produkte weitaus ressourcenschonender, was die Ökobilanz beim Beutel leicht verbessert. Auch zu Hause nimmt der Beutel weniger Raum in Anspruch als eine Dose. Es wird insgesamt weniger Müll produziert.

Praktischer Nebeneffekt: Das Öffnen

Es liegt auf der Hand: Der Beutel ist einfacher zu öffnen als die Konservendose – ein Dosenöffner ist nicht erforderlich. Auch kann die Jackfruit im Beutel im Kühlschrank nach dem Öffnen problemlos für 2-3 Tage aufbewahrt werden.

Bei Dosen sieht dies leider anders aus: Dosen können nach dem Öffnen Zinn an die Lebensmittel abgeben. Dieses belastet in größeren Mengen die Nieren. Viele Dosen sind zwar innen beschichtet, aber Dosenöffner oder Gabel könnten den Lack beschädigen. Außerdem hat nicht jede Dose den Schutzlack – vor allem bei Dosenfrüchten lassen viele Hersteller nach wie vor den Lack weg. Solange die Dose geschlossen ist, ist der fehlende oder beschädigte Lack zwar kein Problem. Nach dem Öffnen sollte die Konservendose jedoch schnellstmöglich geleert werden.

Unverfälschter Geschmack und knackige Textur

Beim Jackfruit-Beutel bleiben Geschmack und die Textur über den Zeitraum ab der Abfüllung bis zum Verzehr konstant. Da die Jackfruit nicht in Lake eingelegt wird, saugt sie sich nicht mit der Flüssigkeit voll, sondern hat eine eher trockene Konsistenz. So kann die Marinade bei der Zubereitung besser vom Fruchtfleisch aufgenommen werden – die Würze wird umso intensiver. Ein Nachteil dagegen ist die Farbgebung: da die Jackfruit im Beutel völlig ohne Zusatzstoffe abgepackt wird, führt ein natürlicher Oxidationsprozess zu einer leichten Braunfärbung.

Diese bedeutet jedoch keinen Qualitätsverlust und ist in der Regel nach dem Marinieren oder Abbraten nicht mehr zu erkennen.

Um die Jackfruit in der Dose haltbar zu machen, werden oftmals Zusätze wie Wasser, Salz und Citronensäure hinzugefügt. Diese Säuerungsmittel können den Geschmack der Jackfruit verfälschen.

Übrigens: Die Haltbarkeit der Beutel-Jackfruit ist ähnlich wie die der Jackfruit aus der Konservendose, da beide Lebensmittel bei der Produktion sterilisiert werden.

Wenn Dose, dann Bio!

Die Dosen-Jackfruit, die zum Beispiel günstig im Asiamarkt angeboten wird, ist kaum in Bioqualität erhältlich. Leider kann man nicht ausschließen, dass in der konventionellen Variante unerwünschte Zusätze enthalten sind. Konventioneller Jackfruit-Anbau wird zudem oft in Monokultur betrieben und es dürfen Pestizide eingesetzt werden. Aus diesem Grund empfehlen wir, immer auf Varianten in Bioqualität zu setzen.

Fazit

Verpackungen lassen sich nicht vermeiden, wenn man auf haltbare und sichere Lebensmittel Wert legt. Beide Varianten – sowohl Jackfruit aus dem OPP-Beutel als auch aus der Konservendose – weisen einige Vor- und Nachteile auf. Wer eine kostengünstige Variante sucht und ein rein weißes Jackfruit-Fleisch haben möchte, greift eher zu konventionellen Weißbleichdose.

Wer jedoch die knackige Konsistenz, den unverfälschten Geschmack und eine ressourcenschonendere Verpackung bevorzugt, wird vermutlich eher den Beutel wählen.

Für uns alle bleibt zu hoffen, dass die Entwicklung von alternativen, abbaubaren Verpackungsmitteln schneller voranschreitet und wir damit auch für die Jackfruit weiter an der Verbesserung des Verpackungskonzeptes arbeiten können.

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