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Dahi Chura – das indische Frühstück von TV-Koch Harpal Singh Sokhi

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Dahi Chura – das indische Frühstück, das TV-Koch Harpal Singh Sokhi in Paris gekocht hat

Dahi Chura – das indische Frühstück, das TV-Koch Harpal Singh Sokhi in Paris gekocht hat

Die SIAL in Paris ist eine der größten Lebensmittelmessen der Welt. Man läuft durch Hallen, probiert, redet, wird müde, trinkt Kaffee, probiert weiter. Irgendwann verliert man den Überblick, was einen wirklich beschäftigt hat – und was man nur pflichtbewusst zur Kenntnis genommen hat.

2026 war Indien Gastland der Messe – und das war nicht nur Dekoration. Die indische Präsenz hatte Substanz: Produkte, Köche, Geschichten. Einer davon war Chef Harpal Singh Sokhi. In Indien eine echte Größe. Er ist seit Jahren einer der bekanntesten TV-Köche des Landes, stand für Kanäle wie NDTV Good Times vor der Kamera und hat mehr Menschen das Kochen beigebracht als die meisten Kochschulen. Kein Chef-Habitus, kein Brimborium – sondern jemand, dem man beim Kochen gerne zuschaut, weil er erklärt, während er macht.

Was er in Paris zubereitet hat, war kein aufwendiges Festgericht. Es war Dahi Chura – geplätterter Reis mit Joghurt, Jaggery und Früchten. Frühstückskost aus Bihar und Jharkhand, traditionell zu Makar Sankranti gegessen. Und genau das hat mich fasziniert. Nicht die Komplexität. Die Einfachheit.


Was Dahi Chura ist

Chura ist Poha – Reis, der gedämpft und dann gewalzt wird, bis er zu dünnen, trockenen Flocken wird. Er braucht keine Hitze, kein Kochen, kein Dämpfen. Nur etwas Flüssigkeit, und er wird weich. Das macht ihn zu einer der unkompliziertesten Grundzutaten, die man sich vorstellen kann.

Dahi Chura kombiniert diese Flocken mit Joghurt, süßem Jaggery und Kardamom. Dazu kommen Früchte – je nach Saison Banane, Mango, Granatapfel oder Apfel. Fertig. Kein Herd nötig, keine zehn Minuten.

Es ist das Gegenteil von dem, was man sich unter indischer Küche oft vorstellt: keine Schichtung von Gewürzen, kein langer Garprozess, keine Sauce, die stundenlang köchelt. Dahi Chura ist roh, frisch, kühl – und trotzdem satt machend.

Chef Sokhi hat das Gericht in wenigen Minuten zubereitet, während er erklärt hat, woher es kommt und warum es in Indien bis heute zum Alltag gehört. Wer ihm dabei zugeschaut hat, verstand sofort: Das ist keine Showküche. Das ist echtes Essen.


Das Rezept: Dahi Chura mit Früchten

Chef Sokhis genaue Version hat er nirgendwo veröffentlicht. Was folgt, ist eine klassische Dahi-Chura-Zubereitung mit denselben Zutaten, die er verwendet hat:

Dahi Chura ist geplätterter Reis mit Joghurt, Jaggery und frischen Früchten – ein klassisches Frühstück aus Bihar, das Chef Harpal Singh Sokhi auf der SIAL in Paris gekocht hat.

Hier die Zutaten für 2 Portionen

Zutaten

  • 1 Tasse Chura/Poha (geplätterter Reis, dicke Sorte)
  • 1 Tasse Dahi (Naturjoghurt, fest)
  • 3 TL Jaggery, gerieben oder als Sirup
  • 0.3 TL grüner Kardamom, gemahlen
  • 1 Früchte nach Saison (Banane, Mango, Granatapfel oder Apfel)
  • Cashews, Rosinen, Safranfäden (optional)

Zubereitung

Chura vorbereiten: Den Chura / Poha (geplätterter Reis, dicke Sorte) in einem Sieb kurz kalt abspülen und etwa 5 Minuten abtropfen lassen. Er soll weich werden, aber nicht zerfallen – die Flocken sollen noch erkennbar bleiben.

Joghurt anrühren: Den Dahi (Naturjoghurt, fest) mit dem 3 TL Jaggery, gerieben oder als Sirup und dem 0.3 TL grüner Kardamom, gemahlen glatt rühren, bis der Jaggery vollständig aufgelöst ist. Wer ihn als Stück hat: vorher in etwas warmem Wasser auflösen.

Chura unterheben: Den abgetropften Chura unter den Joghurt heben – nicht rühren, nur unterheben, damit die Flocken ihre Textur behalten.

Früchte und Topping: Die 1 Früchte nach Saison (Banane, Mango, Granatapfel oder Apfel) schneiden und entweder unterheben oder als Topping darüber geben. Wer mag, streut noch Cashews, Rosinen, Safranfäden (optional) darüber.

Sofort servieren, sofort servieren. Dahi Chura zieht schnell durch – wer wartet, bekommt einen Brei. Das ist nicht schlimm, aber die frische Textur direkt nach dem Anrichten ist besser.

Wer gerne indisch kocht und öfter Basmati dazu zubereitet – hier übrigens ein spanndender Report zur Basmati-Qualität

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